Soziale Hilfe „Mallorca“

Der letzte Rettungsanker

Die andere Seite Mallorcas – Menschen, denen es nicht so gut geht und die dies gerade an Weihnachten besonders zu spüren bekommen.

Es gibt auf Mallorca viele Menschen, die längst keinen Anspruch mehr auf Arbeitslosengeld
haben, oder noch nie einen hatten. Manche sind obdachlos, andere hausen in schäbigen
Wohnungen unterhalb der Armutsgrenze – teils selbst verschuldet, teils unverschuldet.
Es trifft überproportional viele Rentner – allein in der Gemeinde Calvià sollen
20 Prozent betroffen sein – sowohl spanische als auch Senioren aus anderen EU-Ländern.
Sogar der Staatssender TVE 1 berichtete Ende Oktober in einer Reportage offen
über dieses Phänomen spanischer Städte.

Ein Grund dafür ist, dass Spanien im Gegensatz zu Deutschland und anderen
nördlichen EU-Ländern keine Sozialhilfe bzw. Hartz IV kennt. Wer im Stierkampf-Land
auf die Hörner genommen wird und durchs soziale Netz fällt, kann vom Staat keine finanzielle Pflichtleistung verlangen. Dabei sind laut EU-Richtlinie theoretisch
Menschen aller Nationalitäten förderberechtigt, die in Spanien aufenthaltsberechtigt
bzw. gemeldet sind. Doch die Vorgaben wurden noch nicht, oder wenn ja, mangelhaft
umgesetzt. Auch so etwas wie Wohngeld gibt es bisher nicht.

Dennoch ist nicht alles hoffnungslos. Es gibt auch in Spanien – Mallorca – viele
Stellen, die Menschen in Not helfen. Diese Hilfen sind selten finanzieller, sondern
oft praktisch-materieller Natur. Das Problem für viele besteht darin, die richtigen
Wege und Ansprechpartner mit der „allerletzten Telefonnummer für Notfälle“ zu finden.

Offiziell ist die Sozialhilfe-Abteilung des Rathauses (in Palma: Departamiento de
ayuda social del ayuntamiento de Palma) erster Ansprechpartner (Tel: +34 971 225 977).

Aber auch die Institutionen der Landeskirchen, die britisch-evangelikale Kirche
„The Salvation Army“ (Heilsarmee) und der DSKV – Deutscher Sozial-Kulturverein Calvià
helfen im Extremfall.

Um alle Unklarheiten zu beseitigen, sei an dieser Stelle der Ernst einer in Spanien
erlittenen Privatinsolvenz in aller Deutlichkeit beschrieben.
Einen Rechtsanspruch auf Sozialhilfe gibt es für deutsche –und damit auch britische–
Staatsbürger in Spanien nicht.
Jemand der über Jahrzehnte seinen tatsächlichen Lebensmittelpunkt in einem
anderen europäischen Land hat und für eine gewisse Zeit in Schwierigkeiten gerät,
hat vor Ort nur geringe Chancen. Die Hilfszuwendungen sind dann sehr niedrig.

Wer mittellos geworden ist, und Eric Bradley (37) von der Heilsarmee in Cala Mayor
anruft (Tel: +34 971 701 110), kann zumindest auf kostenfreie Kleidung und eine
warme Mahlzeit hoffen. Der US-amerikanische Pastor und „Captain“ der evange-
likalen Kirche, der mit Frau und fünf Kindern seit zehn Monaten auf Mallorca Dienst
tut, kann allerdings keine Unterkunft versprechen: „In so einem Fall stellen wir den
Kontakt zum Rathaus Palma her und versuchen, in deren Sozialheimen einen Platz zu
finden.“ Auf Anfrage stellt Bradley Frei-Marken für Kleidung und Gebraucht-Möbel
aus, die in den vier Heilsarmee-Shops der Insel verkauft werden.
Bradley: „Ich möchte alle Bewohner Mallorcas dazu aufrufen, uns Kleidung und
Lebensmittel zu spenden, damit wir mehr für die Armen tun können.“

„Was der Welt am meisten fehlt, sind Menschen, die sich mit den Nöten der anderen
beschäftigen“ – Zitat Albert Schweitzer.

Der DSKV besteht seit nunmehr 17 Jahren.
Die DSKV Tel.-Nr. +34 971 690 554 ist – besonders unter Deutschen aber
auch Residenten anderer Nationalitäten – die vielleicht berühmteste
„letzte Nummer, die man noch anrufen kann“.

Der DSKV zählt ca. 700 Mitglieder, die alle einen Jahresbeitrag bezahlen, der in
einen Topf fließt.
Dieser Fond dient diversen sozialen Hilfsprojekten – jedoch nicht der Auszahlung
einer Sozialhilfe im Ausland.

Der DSKV ist ein Teil eines Netzes sozialer Organisationen und hilft in Not Geratenen
durch den Behörden-Dschungel.
Für gescheiterte Auswanderer, verarmte Rentner und Pflegefälle sieht man nur einen
sinnvollen Ausweg – Die Rückkehr in die Heimat.

Wer nicht zurück will, dem bleibt der Gang zu den Sozialbehörden der Insel und die Bitte
um Zuteilung einer Sozialwohnung.

Diese Anträge müssen schriftlich gestellt werden und werden oft abgelehnt.

Es ärgert hier besonders, dass Spanien trotz EU-Ermahnung und „millionenschwerer
Förderprogramme“ bisher keine Regelsätze für Sozialhilfe aufgestellt hat.
Es gibt hier kein Sozialgericht, das man anrufen kann und immer noch kein Sozial-
gesetzbuch, auf das man sich berufen kann.

Die örtlichen Servicestellen des Rathauses Palma („Serveis Socials“) geben nur
zögerlich Auskunft. Nur in extremen Notfällen wird nach Ablauf der Zahlungen des
Arbeitslosengeldes ein kurzfristiges Notgeld in Höhe von 400 Euro pro Monat gewährt
– egal ob die Betroffenen alleinstehend sind, Kinder haben, EU- oder Nicht-EU-Ausländer
oder Spanier sind.

Das bedeutet bei den aktuellen Lebenshaltungskosten, entweder zu essen oder
die Miete zu bezahlen. Beides geht nicht.

So muss eben jede Organisation ein bisschen helfen, um die Not zu lindern.

Ansonsten sind alle Kirchen grundsätzlich Anlaufstationen, sowie die Caritas
(Tel: +34 971 716 288) und Heilsarmee.

Somit bleibt Weihnachten doch ein Fest der Hoffnung – auch für Außenseiter
und
Obdachlose.
(Quelle: abc Mallorca 12 / 2012)

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Jede spende hilft und kommt hilfesuchenden & notleidenden Menschen zu Gute…

Spenden unter:  
DSKV – Deutscher Sozial- Kultur Verein e.V. Gemeinde Calvià ( Mallorca )

ASCA – Asociación Social-Cultural Alemana del Municipio de Calvià ( Mallorca )


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